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Solidarität zu Zeiten von Corona: Eine Übersicht 

Mittwoch, 25.03.2020
Solidarität zu Zeiten von Corona: Hilfestellungen und Unterstützung 

Die Solidarität während der Corona-Krise ist gross in der Schweiz  

Solidarische Hilfestellungen und Unterstützung – Eine Übersicht

Solidarität über alle Generationen hinweg ist jetzt von zentraler Bedeutung. Viele Menschen sind während der Corona-Krise auf Hilfe und Unterstützung für ihr alltägliches Leben angewiesen. Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer haben sich bereits in verschiedenen Gruppen und Solidarität-Projekten organisiert und bieten Unterstützung und Hilfe an. Wir haben eine Übersicht an Angeboten und Solidaritäts-Projekten erstellt, für alle, die Hilfe benötigen oder helfen wollen. 

 

Die Massnahmen des Bundesrats führen dazu, dass der physische Kontakt zwischen den Generationen nicht mehr möglich ist. So können beispielsweise Grosseltern ihre Enkel nicht mehr betreuen, aber auch Aktivitäten von Projekten, die Generationen verbinden und Begegnungen ermöglichen, mussten vorerst gestoppt werden. Sie finden hier Angebote und Solidarität-Projekte, welche den sozialen Kontakt auf neue Art und Weise fortführen oder initiieren, um so soziale Nähe zwischen den Generationen zu ermöglichen und Einsamkeit und Isolation etwas entgegenzusetzen. 

 

Die aktuelle Situation belastet auch bestehende Generationenbeziehungen, da sich das Leben in dieser Zeit drastisch verändert – unter anderem, weil Arbeit, Schule und Alltag unter einem Dach aufeinanderprallen. Wir stellen daher Projekte und Angebote vor, die für Jung und Alt während der Corona-Krise hilfreich sind und Konfliktsituationen entschärfen können. 

 

Wir wissen heute noch nicht, was die einschneidenden Erfahrungen aufgrund des Coronavirus für Auswirkungen auf die Generationenbeziehungen und unsere Gesellschaft haben werden. Wir sind aber überzeugt, dass positive Erfahrungen mit solidarischem Handeln zwischen den Generationen – sei es als Gebende oder sei es als Empfangende – den sozialen Zusammenhalt und die Solidarität stärken sowie Isolation und Einsamkeit begegnen werden. 

Hilfe organisieren oder Hilfe bekommen – vielfältige Solidarität

Solidarität in Corona-Zeiten: Hilfe und Unterstützung – ein Überblick

 Hilfe und Unterstützung – ein Überblick

Grosse Solidarität: Eine Übersicht mit Angeboten von Freiwilligen, die beim Einkaufen, bei der Kinderbetreuung und dem Wichtigsten im Alltag helfen.

Five up – connect your help

Eine App für die Organisation von Unterstützung in der Corona-Situation: «Five up» bringt helfende Hände zur richtigen Zeit an den richtigen Ort. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Five up Community, der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft und des Schweizerischen Roten Kreuz. Mit Five up kann die vielfältige Solidarität in der Schweiz einfach organisiert werden. 

Hilf-jetzt.ch – Gemeinsam gegen Corona

Organisieren Sie sich im Freundeskreis, um anderen Menschen zu unterstützen. Finden Sie Hilfe, wenn Sie oder eine andere Person, die Sie kennen, Unterstützung benötigen. Auf der Webseite von hilf-jetzt.ch finden Sie Kontakte, hilfreiche Hinweise, Vorlagen für Aushänge in der Nachbarschaft sowie Tipps für die Selbstorganisation. Gemeinsam durch Solidarität gegen Corona. 

Amigos – solidarische Nachbarschaftshilfe 

Amigos eine App der Migros in Zusammenarbeit mit Pro Senectute für kostenlose Besorgungen. Die Migros schreibt: «Aussergewöhnliche Situationen erfordern manchmal aussergewöhnliche Massnahmen. Deshalb ruft die Migros gemeinsam mit Pro Senectute zur Nachbarschaftshilfe auf und hat die Technologie von AMIGOS für eine befristete Zeit wieder ins Leben gerufen.»

Besorgungsdienst des SRK 

Freiwillige des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK bringen Grundnahrungsmittel und andere Artikel des täglichen Bedarfs zu Menschen nach Hause, die in Quarantäne sind oder zu Personen, die besonders gefährdet sind (Risikogruppen). Die Besorgungsdienste des SRK sind kantonal organisiert. Solidarität bedeutet, dass auch die Verletzlichsten unserer Gesellschaft nicht vergessen gehen. Das SRK steht den Menschen, die in Not geraten und Hilfe brauchen, zur Seite.

Einanderhelfen.ch

Auf der Plattform einanderhelfen.ch kommen Menschen zusammen, die sich gegenseitig unterstützen. Hier finden Sie Angebote von Personen, die sich solidarisch zeigen und helfen wollen. Sie können sich Angebote in Ihrer Nähe anzeigen lassen und diese anschreiben. Dann können alle weiteren Details zur Anfrage (was wird benötigt, wann und wo?) bilateral geklärt werden.

#gärngschee

Die Plattform #Gärngschee bringt Hilfe suchende Menschen mit Helferinnen und Helfern zusammen. Die Solidaritäts-Initiative stammt von Bajour. Bajour ist ein Onlinemedium in Basel. 

Solidarität für Zürich 

Ob Kinderbetreuung, Einkaufen oder mit dem Hund Gassi gehen. Freiwillige im Raum Zürich bieten hier ihre Unterstützung an. Die Initiative kommt von der „Jungen Kirche“. Diese ist ein Start-Up-Netzwerk innerhalb der Evangelisch-Reformierten und der Römisch-Katholischen Kirche in Zürich.

Mobile Boten – Solidarische Hilfe

Solidarische Hilfe, organisiert von Ihrer Kirchgemeinde im Kirchengebiet der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Erledigen Sie den Einkauf für ihre Gemeindemitglieder, die zur Risikogruppe gehören oder sich bereits in Quarantäne zuhause befinden. Ihre Kirchgemeinde organisieren für Sie die Koordination. Schauen Sie, wer in Ihrer Kirchgemeinde die Mobilen Boten koordiniert und melden Sie sich persönlich bei den Verantwortlichen.

Solidarity-Now – Zeigen wir Solidarität 

Das Coronavirus (COVID-19) trifft auch die Schweiz stärker als gedacht. Deshalb fordert das Netzwerk Solidarity-Now jene Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, dazu auf, ihre Solidarität zu zeigen und bietet Nachbarschaftsbriefe als Vorlage, Hinweise und Empfehlungen.

Solidarität durch Soziale Nähe während der Corona-Krise 

Corona: Soziale Nähe neu leben

 Soziale Nähe neu leben

Ideen für den Austausch zwischen den Generationen, Projekte gegen die Einsamkeit, Solidaritäts-Initiativen und Hilfe, um den Alltag zu meistern

Soziale Kontakte und Kontakte zwischen Generationen neu erleben

Soziale Kontakte zwischen Generationen: Wir haben unsere Nutzer nach Ihren Ideen gefragt, wie in diesen Zeiten trotz physischer Distanz soziale Nähe über Generationen hinweg gelebt werden kann. Die tollen und vielseitigen Ideen finden Sie in einer separaten Auflistung. Gemeinsam können wir den sozialen Zusammenhalt und die Solidarität während die Corona-Krise mit Innovationslust und Fantasie stärken.  

Schenk einen Brief – Solidaritätsaktion in Corona-Zeiten

Schreibe einen Brief während der Coronavirus-Krise: Ältere Leute in Altersheimen und Pflegeeinrichtungen sind durch das Coronavirus stark betroffen. Sie sind durch den verhängten Besuchsstopp isoliert. Um diese schwierige Situation ein wenig zu verbessern, kann man den Menschen in den Altersheimen eine kleine Freude machen. Schreibt während dieser schwierigen Zeit jemandem, der in einem Alters- oder Pflegeheim lebt, einen Brief und macht so eine kleine Freude.

Telefonkette der Pro Senectute

Viele ältere Menschen können aktuell ihren normalen sozialen Kontakten nicht mehr nachgehen. Zeigen Sie Solidarität, helfen Sie mit und bringen Sie Menschen in der Corona-Zeit zusammen. Gründen Sie eine eigene Telefonkette oder unterstützen Sie ältere Menschen beim Start und bei der Organisation. Der Aufwand ist gering, die Wirkung ist gross.

Binenand. Einfach reden

Manchmal brauchen wir einfach jemanden zum reden. Zusammen geht es einfacher, gerade wenn Corona die Welt auf den Kopf stellt. Binenand verbindet Dich mit Menschen für spontane Unterhaltungen. Keine Videos, keine Profilbilder – nur Du und die Stimme des Anderen. Bereit?

Solidaritäts-Aktion «Bisch nit allei!»

«Bisch nit allei!» ist eine Solidaritätsaktion aufgrund des Coronavirus: Ganz gemäss dem Leitsatz «Do bisch dehei, bisch nit allei!» möchte das Seniorenzentrum Gritt die Bevölkerung ermuntern, ihren Bewohnerinnen und Bewohnern Post zu senden in diesen aussergewöhnlichen Zeiten – und den Bewohnenden auf diesem Weg kleine und grosse Glücksmomente schenken.

Enkelschule

Eltern sind momentan mehrfach belastet, teilweise auch schlicht überfordert. Gleichzeitig leiden Grosseltern darunter, dass sie den Kontakt zu ihren Enkelkindern verloren haben. Also führen wir Grosseltern und Enkel zusammen, indem sie im virtuellen Begegnungsraum gemeinsam für die Schule arbeiten, aber auch zusammen spielen. 

Tel 143 - Die Dargebotene Hand

Menschen, die sich in der Situation aufgrund der Corona-Krise einsam fühlen oder gerne mit jemandem darüber sprechen möchten, können die Beratung der Dargebotenen Hand via Chat, Telefon oder E-Mail nutzen.  

Elternnotruf

Eltern, die mit dieser ausserordentlichen Situation an die Grenzen stossen, können sich rund um die Uhr bei den Fachleuten des Elternnotrufs melden. Beratungen sind vertraulich und auf Wunsch anonym. Beratungen per Telefon und E-Mail sind kostenlos. 

Universität Zürich hilft bei Problemen in Beziehung oder Familie

Wegen der Coronakrise leben viele Paare und Familien den ganzen Tag zuhause auf engem Raum. Das kann zu Spannungen führen. Fachleute befürchten darum eine Zunahme häuslicher Gewalt. Daher ist das Ziel der Universität Zürich, Beziehungen in Zeiten von Stress zu stärken: Das Paarlife-Online-Training wurde von Professor Guy Bodenmann und seinem Team entwickelt. In Kürze soll auch ein Online-Coaching angeboten werden, ebenfalls kostenlos. 

Netzwerk Coaching Corona

Unter dem Namen «Coaching Corona» hat sich ein Netzwerk von professionellen Coachs, Mediator*innen und Psycholog*innen gebildet. Die Fachleute bieten ab sofort ein unentgeltliches Angebot für Menschen, die in der aktuellen Krise ein Coaching-Gespräch benötigen.

Spielideen von Pro Juventute für Daheim mit Kindern 

Kitas und Schulen sind wegen des Coronavirus geschlossen: Pro Juventute hat verschiedene Ideen und Aktivitäten für kreative Spiele zu Hause und Beschäftigungsideen für Kinder in herausfordernden Zeiten zusammengetragen. Wir können jetzt Solidarität zeigen, indem wir zu Hause bleiben. 

Online-Lektionen von Schlaumeier

Eltern, Grosseltern, Prominente und andere teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit Kindern. Bis die Schule wieder losgeht, gibt es kostenlose Online-Lektionen. Kinder können die Lektionen nutzen und Erwachsene können selbst «Schlaumeier» werden. 

Party-App für Zuhause 

Mit der App Houseparty können Menschen auch in Zeiten des Coronavirus mit Freunden, Bekannten und Grosseltern in Kontakt bleiben. Es braucht jetzt die Solidarität von allen, indem sie daheim bleiben. Die Gratis-App erlaubt Video-Chats mit bis zu acht Personen gleichzeitig.

«UND – Das Generationentandem»

Das Projekt fördert die Solidarität über Generationen hinweg und bietet jeweils eine grosse Vielfalt an Veranstaltungen an, bei welchen sich Generationen begegnen können. Nun hat das Generationentandem auf das Coronavirus reagiert und das Angebot angepasst. Verschiedene Angebote, wie die Technikhilfe werden jetzt per Telefon oder per Video-Chat angeboten. Weiter findet das beliebte «Zuhörerbänkli» am Thuner Bahnhof ebenfalls neu per Telefon statt. Auch gemeinsame Runden mit allen Generationen werden per Video-Chat durchgeführt. 

Informationen zum Coronavirus

Die Schweiz wird von einer Solidaritätswelle erfasst. Aber auch die Informationsflut rund um das Coronavirus ist gewaltig und es ist entsprechend nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Daher weisen wir Sie hier auf wichtige Informationen und hilfreiche Angebote hin. 

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) informiert über die aktuelle Situation in der Schweiz und im Ausland. Die Informationen sind in verschiedenen Sprachen verfügbar. Auf der eingerichteten Seite «So schützen wir uns» des BAG finden Sie aktuelle Dokumente mit Informationen wie Sie sich gegen das Coronavirus schützen können. «Jetzt braucht es alle, die mitmachen, jeden Einzelnen von uns. Es braucht Solidarität» sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Bitte halten Sie sich an die Anweisungen des Bundesrats.

SRF stellt das TV- und Radio-Programm um

Das Interesse an Informationen zum Coronavirus ist riesig. Deshalb informiert SRF aktuell auch via Newsletter zum Coronavirus mit dem ganzen Spektrum, das SRF bietet: Information, Kommentierung, Analyse. Aber auch aufmunternde Inhalte haben Platz, beispielsweise der Bericht über Nachbarn, die sich vor kurzem kaum gekannt haben und nun Solidarität zeigen und einander aushelfen - mit Einkauferledigungen oder Balkonkonzerten. Der Newsletter enthält auch Empfehlungen für Lernvideos von «SRF myschool» oder von Hörspielen für Kinder und Erwachsene. Weiter hat SRF das Radio- und TV-Angebot umgestellt und bietet nun beispielsweise mehr Lern-Videos für Jugendliche und Kinder an. Ebenfalls erscheint täglich um 12 Uhr der SRF-Podcast «Corona kompakt». Damit behält man in der Corona-Informationsflut den Überblick. 

Kostenloser Republik-Newsletter

Das Online-Magazin Republik bietet unter dem Titel «Gemeinsam einsam» einen täglichen Newsletter an, mit den wichtigsten Informationen zur aktuellen Situation. Der Newsletter enthält auch interessante Erfahrungsberichte aus dem Alltag mit Anregungen, wie der Alltag auch in dieser schwierigen Zeit gemeistert werden kann. Der Newsletter erscheint immer um 19.00 Uhr und ist auch ohne Mitgliedschaft oder Abo zugänglich. (Wir weisen hier auf dieses Angebot hin, da es aus Solidarität für alle kostenlos zugänglich gemacht wurde.)

Es fehlt etwas in unserer Übersicht? Sie kennen andere Solidaritätsinitiativen, hilfreiche Projekte oder tolle Angebote? Dann melden Sie sich bei uns via info@intergeneration.ch oder hinterlassen Sie Ihre Anregungen einfach als Kommentar zu diesem Beitrag. Aktivitäten und Projekte können auch direkt selbst in unserer Projektesammlung unter der Kategorie «Coronavirus» erfasst oder gefunden werden. 

 

Unseren Blog-Beitrag zu den Auswirkungen des Coronavirus auf unsere generationenverbindenden Aktivitäten mit dem Aufruf zur Solidarität und einer fantasievollen Ideensammlung können Sie hier nachlesen: Generationenbeziehungen in Zeiten von «Social Distancing» 

 

Ein Beitrag von Monika Blau und Ruedi Schneider

Fotos: Intergeneration, iStock.com

 

Kommentar

Bild des Benutzers Roland

Gerne möchte ich an dieser

Gerne möchte ich an dieser Stelle Sozialkontakt.ch erwähnen. Die Webseite hat eine integrierte Nachbarschaftshilfe sowie einen virtuellen Chat, mit dem man sich mit Nachbarn unterhalten kann, ohne, dass man sich vorher treffen muss. Selbstverständlich alles kostenlos.
Bild des Benutzers Ruedi Schneider

Danke!

Lieber Roland, vielen Dank für den Hinweis. Das nehmen wir sehr gerne in die Liste auf. Die Plattform Sozialkontakt.ch ist auch bereits in unserer Projektesammlung unter dem Menüpunkt Projekte zu finden. Herzliche Grüsse, Ruedi Schneider
Bild des Benutzers Roger Rusch

Guete Tag und danke für diese

Guete Tag und danke für diese Zusammenstellung. Gerne möchte ich auf die Aktion bringmirbitte.ch verweisen und darum bitten, diese hier ebenfalls aufzuführen: Die Mitglieder der 4 grossen Elektroautoclubs der Schweiz haben sich zusammen getan, um den Angehörigen der Risikogruppen die Einkäufe zu erledigen. Mit unseren Strommobilen fahren wir für die Bedürftigen ökologisch einkaufen. Fast in der ganzen Schweiz (derzeit decken unsere 71 Helfer*innen 30 von 38 Regionen der Schweiz ab). Kostenlos. Und sicher für die Bedürftigen: Unsere Helfer sind alle verifizierte Clubmitglieder, und die Bezahlung erfolgt erst nach der Warenlieferung. Angehörige der Risikogruppen können auf www.bringmirbitte.ch auf einfache Weise ihren Einkaufsauftrag aufgeben, worauf sie ein*e Helfer*in telefonisch kontaktiert, um die Details zu besprechen.
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