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Mit Vorlesen das Lesen und den Generationendialog fördern

Freitag, 17.05.2019
Kleinkinder und Betagte beim dialogischem Lesen

 

In vielen Ländern Europas findet jährlich ein nationaler Vorlesetag statt. Seit dem letzten Jahr reiht sich auch die Schweiz mit ein, um auf die wichtige Bedeutung des Vorlesens für die Lese- und Schreibförderung aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt steht beim Vorlesetag am 22. Mai 2019 die Förderung der Kinder. Durch ein möglichst früh begonnenes, regelmässiges Vorlesen von mindestens 15 Minuten pro Tag soll für das spätere Lesen vorbereitet und motiviert werden. Kinder, denen täglich vorgelesen wird, haben einen grösseren Wortschatz und sie lernen leichter lesen und schreiben. Dafür stellt das Schweizerische Institut für Kinder und Jugendmedien (SIKJM) Vorlesetipps, altersgerechte Leseempfehlungen und eine Übersicht der Veranstaltungen am Aktionstag bereit.  

 

Menschen aus allen Altersgruppen sind aufgerufen mitzumachen. Wir möchten dabei besonders auf die Vorleseaktionen aufmerksam machen, die mit dem Vorlesen Generationen – gerade auch ausserhalb der Familien – zusammenführen möchten. Beispielsweise werden lesefreudige Erwachsene von ihrer Gemeindebibliothek eingeladen, Kindern dort vorzulesen oder Jugendliche lesen Bewohnern eines Alten- und Pflegeheims oder kleineren Kindern vor.   
 

Werden Sie Vorleser/in in ihrer Region

 

Vielleicht weckt der Vorlesetag aber auch die Lust, regelmässig vorzulesen? Dann bietet es sich an, bei lokalen Vorleseprojekten mitzumachen. Erkundigen Sie sich bei der Bibliothek in ihrer Region nach entsprechenden Angeboten.

Projektverantwortliche sind eingeladen, ihre generationenverbindenden Vorleseprojekte in der Projektesammlung von Intergeneration zu präsentieren, damit mittelfristig ein überregionales Netzwerk auf unserer Online-Plattform entstehen kann.  

 

Älteren Menschen vorlesen

 

Speziell zum Vorlesen für älteren Menschen informiert der neue Leitfaden «Vorlesen, Begegnungen, Gespräche – Zeit mit älteren Menschen kreativ gestalten» der Stiftung Lesen (Deutschland). Die Handreichung bietet praktische Gestaltungstipps und vielfältige Vorleseideen. Wer gerne gelesen hat, möchte dies oft auch im Alter weiterführen, doch körperliche oder geistige Einschränkungen können das eigene Lesen erschweren. Das Vorlesen kann daher gerade auch für ältere Menschen den Alltag bereichern und die soziale Teilhabe fördern.  

 

Was sind Ihre Erfahrungen mit generationenverbindenden Leseprojekten in der Schweiz? 

 

 

Ein Blogbeitrag von Monika Blau, Intergeneration

Foto: Evang. Hochschule Freiburg (D)  

 

 

Generationenverbindende Leseförderungsprojekte:

 

Lesementoren der Gemeinde Arth

Lesementoren der Stadt Luzern

 

 

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