Querbeet - Gemeinsames Gärtnern für Alt und Jung

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Querbeet Luzern: Jung und Alt am Gärtnern
Projekteigner
Kategorie: 
Gemeinwesen, Handwerk + Technik, Umwelt + Natur
Region: 
Zentralschweiz

 

"So können Kinder Natur ganz nah erleben"

„Da haben wir mit den Kindern Spinat gesägt“, sagt Anita Schmidlin und zeigt auf die kleinen grünen Pflanzen. „Vorher hatten wir bereits Radieschen geerntet.“ Es wuchsen Tomaten, Kopfsalat und Erdbeeren und die Minze zum Trocknen ausgerissen. Der neue Garten hinter dem Felsberg-Schulhaus wurde von der Stadtgärtnerei angelegt, ist von besonderer Art. Er entstand im Wesemlin unter Mithilfe von Quartierbewohnern im Rahmen des „Altersgerechten Quartiers“ und versteht sich als Angebot für Jung und Alt. Im „Querbeet Luzern“ sollen soziale Kontakte und Aktivitäten von Kindern der „Betreuung Felsberg“, deren Eltern sowie Frauen und Männern der Generation 60plus möglich sein.

 

„Das macht mir Spass“

Jeden Montagnachmittag ab Mai geht Anita Schmidlin auf 14 Uhr in den Garten, um mit drei bis vier Kindern zusammen die anfallenden Arbeiten zu verrichten. „Wir jäten zusammen, ärgern uns über die gefrässigen Schnecken, säen, pflanzen und ernten, was zu ernten ist.“ Anita Schmidlin wohnt im Quartier, ist 69 Jahre alt und arbeitete bis zur Pensionierung als Gestalttherapeutin. Sie hat keinen eigenen Garten mehr und schätzt die wöchentliche Abwechslung in der Natur. „Im Querbeet kann ich mit den Kindern die Natur ganz nah erleben“, sagt sie. Die Minze in die Hand nehmen und riechen, in der Erde graben, die Pflanzen giessen.

 

Die Kinder, 4 bis 12 Jahre alt, verhielten sich ganz unterschiedlich. Die einen wollten statt jäten lieber Geschichten erzählen, manchmal einfach in der Hängematte liegen oder am Gartentisch spielen und picknicken. „Mir macht diese Gartenarbeit viel Spass“, sagt Anita Schmidlin, „denn die Kinder sind unkompliziert und spontan.“ Das Projekt Querbeet habe sie vor allem angesprochen, weil sie so regelmässig in Kontakt mit der jüngeren Generation komme. Sie hat selber keine Kinder, und ihre Schwester lebt mit den Nichten und Neffen in Australien.

 

Eltern machen tatkräftig mit

Zurzeit wird Anita Schmidlin von zwei bis drei Frauen der Generation 60plus unterstützt, die sich am Projekt beteiligen. Weitere Seniorinnen und Senioren wären also willkommen. Wer mitmacht, entscheidet selber, wie oft er Gartenarbeit mit den Kindern verrichten will. Und die Kinder werden immer von einer sozialpädagogischen Mitarbeiterin der „Betreuung Felsberg“ begleitet. Die Initiative für dieses Projekt ging von der Leiterin Bianca Scholz aus. „Die Kinder erleben im eigenen Garten, woher die Lebensmittel kommen, was gesunde Ernährung heisst und lernen gleichzeitig von den Erfahrungen der älteren Generation“, sagt Bianca Scholz. Auch die Eltern schätzten es ausserordentlich, dass ihre Kinder in Kontakt kämen mit Frauen und Männern der Generation 60plus. „Während den Sommerferien haben die Eltern praktisch in Eigenregie das Giessen der Pflanzen übernommen.“ Der kleine Garten, so Bianca Scholz, schaffe neue soziale Kontakte. Vorgesehen ist, auch die Bewohnerinnen und Bewohner des nahe gelegenen Betagtenzentrums Wesemlin ins „Querbeet“ zu begleiten. Sitzgelegenheiten sind vorhanden.

 

Kontakt: Anita Schmidlin, Telefon 041 210 67 54 aschmidlin@tic.ch oder Bettina Hübscher 041 208 81 38 bettina.huebscher@stadtluzern.ch

 

Verantwortlich: Bettina Hübscher, Leiterin Fachstelle für Altersfragen

Kontakt: bettina.huebscher@stadtluzern.ch 

 

www.luzern60plus.ch > Fachstelle für Altersfragen > Angebote