Projektwerkstatt Generationenakademie: Nicht locker lassen!

Freitag, 08.03.2013

Esther Zinsli und Regina Geiger-Ohnmacht reisten jeweils aus dem fernen Davos in die Projektwerkstatt an – egal, wo wir arbeiteten, sie waren dabei. Sie hatten eine Vision: Ein Generationenhaus in Davos als Anlaufstelle für generationenübergreifende Information, Austausch und Begegnung.

Beide brachten viel Erfahrung im Aufbau von Freiwilligenorganisationen in der Gemeinde mit: Esther als Initiantin von „Davos Solidarisch“, einer Organisation, welche es Kranken ermöglicht, in Begleitung einer Betreuungsperson Ferien in den Bergen zu machen und Einheimischen und Gästen verschiedene Dienste anbietet. Regina als Mitbegründerin des „Living Room“, eines Treffpunkts für Jung und Alt.

Jetzt wollten die beiden Frauen zusammen spannen und noch einmal etwas Neues aufziehen. Sie träumten von einem Generationenhaus direkt beim Bahnhof Davos Dorf. Die Bibliothek sollte dort sein, ein Saal, Seminarräume, ein „Netzwärch-Café“ mit Garten, ein Spielplatz, Beratungsstellen. Sie stellten sich ein Haus vor, in welchem Eltern und Kinder basteln und spielen, Elterngruppen sich austauschen, aber auch Jugendliche ihren Platz haben mit der Jugi Box, dem Lehrlingstisch und weiteren Angeboten. Als Tüpfchen aufs i sollte das Zentrum zudem über behinderten-gerechte Wohnungen und Zimmer mit der Option für Spitex-Betreuung verfügen: „Betreut Wohnen/Betreut Ferien“.

Ein Riesenprogramm, eine wirklich „grosse Kiste“. Und das Beste daran: Das Projekt ist auf gutem Weg! Zwar ist Regina mittlerweile aus persönlichen Gründen ausgestiegen, aber Esther hat es geschafft, nicht nur die Davoser Politiker zu überzeugen, sondern auch viele Unterstützer/innen im Dorf zu finden. Mittlerweile hat der gemeinnützige Verein „Generationenhaus Davos“ fast 100 Mitglieder. Gegründet im November 2012 verabschiedete er am 28. Februar 2013 an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung nicht nur das Budget 2013, sondern wählte mit Christian Casparis auch eine professionelle Projektleitung. Als Nächstes wird ein detailliertes Konzept erstellt und die weiteren Schritte definiert. www.generationenhaus-davos.ch

Fazit:

Leistungsausweis: Man kennt Esther Zinsli in Davos. Ihre bisherigen sind ein vielversprechender Leistungsausweis. Esther steht nicht nur als „Motor“ hinter dem Projekt sondern bildet auch dessen Kopf. Man vertraut ihr und traut ihr ein derartiges Projekt zu.

Vernetzung / Projekterfahrung: Projekterfahrene und gut vernetzte Initiant/innen bringen Erstaunliches zustande. Sie stemmen auch grosse Brocken und verändern wirklich etwas in der Gemeinde.

Verbündete suchen: Derartige Projekt sind nicht im Alleingang durchzuziehen. Nach dem Ausstieg von Regina hat sich Esther mit anderen zusammen getan. Mit der Vereinsgründung und der Ernennung einer Projektleitung suchte sie Entlastung. Zwar bleibt sie Motor und Kopf des Projekts, aber sie kann die Arbeit aufteilen.

Herzblut: Grosse Projekte erstrecken sich über Jahre. Um gegen alle Widerstände und Schwierigkeiten dabei zu bleiben, braucht es viel Überzeugung und Herzblut.

Durchhaltewillen: Zähe Ausdauer ist Voraussetzung für die Realisierung derartiger Projekte. Entwicklung und Realisierung dauern viele Jahre – da braucht es einen langen Atem.

 

Ein Blogbeitrag von Maja Graf, Generationenakademie

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