Prix Chronos 2013 mit zwei Siegerbüchern

Donnerstag, 02.05.2013

Pro Senectute verlieh am 30. April im Bierhübeli Bern den Generationenbuchpreis Prix Chronos an Brigitte Werner (Seniorenpreis) und Ulrike Rylance (Juniorenpreis). Rund 200 Senioren und Jugendliche feierten den Abschluss des gemeinsamen Leseerlebnisses und nutzten die Preisverleihung, um ihre Lieblingsautorin persönlich zu treffen und ein Autogramm zu ergattern. Dieses Jahr konnten sich Alt und Jung nicht einigen und haben zwei verschiedene Siegerbücher gewählt. An der Preisverleihung im Bierhübeli war dieser Meinungsunterschied nicht mehr spürbar. Alte und junge Lesefans genossen den durch Matthias Nold moderierten Anlass. Brigitte Werner las aus ihrem Buch und signierte ihr Werk. Der Berner Liedermacher Martin Hauzenberger begleitete die Preisverleihung musikalisch und trug das eigens komponierte Prix Chronos-Lied vor. Brigitte Werner hat mit ihrem Buch «Ich, Jonas, genannt Pille, und die Sache mit der Liebe» ein feinfühliges Porträt der Beziehung zwischen Pille und seinem Opa geschrieben. In Pilles Leben steht Einiges auf dem Kopf: Papa ist weggegangen und seine Mutter sagt ihm nicht warum. Opa muss ins Altersheim und als wäre dies nicht genug, verliebt sich Pille zum ersten Mal. Brigitte Werner packt in ihren Dialogen zwischen Pille und Opa schwierige Themen wie Liebe, Trennung und Tod auf optimistische Weise an. Kind und Grossvater geben und nehmen voneinander. Die Geschichte vermittelt Humor, Lebensfreude und -weisheit – vermutlich mit ein Grund, warum die Senioren diesem Buch den ersten Preis verliehen haben. Ulrike Rylance beschreibt mit «Frieda aus der Flasche», wie sich Franzis Sommerferien von der absoluten Katastrophe hin zu einer herrlich turbulenten Zeit wandeln. Das Ferienhaus am Meer ist eine Bruchbude, die Eltern brechen eine Fehde mit den reichen Nachbarn vom Zaun und Franzis ältere Schwester ist nicht zum Aushalten. Da findet Franzi den Flaschengeist Frieda und befreit sie aus ihrem Gefängnis. Fortan gibt der 200-jährige Flaschengeist, der Franzis Urgrossmutter sein könnte, den Takt an. Frieda sprüht vor Ideen und Lebenslust und Franzi hat alle Hände voll zu tun, um die aufgeregten Gemüter in dem deutschen Badeort zu beruhigen. Selbstredend trägt Frieda dazu bei, dass sich die beiden Familien wieder vertragen und das Geheimnis um einen vergrabenen Schatz gelüftet wird. Die phantasievolle und temporeiche Geschichte rund um Frieda und Franzi hat die Jugendlichen so begeistert, dass sie ihr den ersten Preis gaben.

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