Verein Munterwegs

Mentoringprogramm MUNTERwegs

Abschlussfest Mentoringprogramm für YOUgendliche

Dienstag, 24.11.2015
Munterwegs: Generationen

 

Was ihm das MUNTERwegs Mentoringprogramm für YOUgendliche denn gebracht hätte, frage ich den jungen Pedram beim Abschlussfest. „Wie soll ich das sagen?“, der junge Iraner ringt um das passende Wort und dann blicken mich seine dunklen Augen an - noch nicht ganz sicher, ob ich verstehen werde, was er mir sagen möchte. „Na, ich habe hier einen Kollegen gefunden!“, antwortet er mir schliesslich. Na und ob ich verstehe! Kenne ich doch auch seinen Mentor Fredy. Der über Siebzigjährige schmunzelt und freut sich über Pedrams Beschreibung: „Kollege!“. Dass Fredy für diesen Jugendlichen in den letzten Monaten viel in Bewegung brachte, bleibt unbestritten. Der rüstige Senior konnte tatsächlich eine vertraute Beziehung zu diesem Jungen aufbauen und ihn so im Berufswahlprozess bedeutend unterstützen. Pedram gelang es Dank Fredys Hilfe den Schritt in die Sekundarschule zu schaffen und kommt so seinem Traum vom Informatiker ein grosses Stück näher. Beide freuen sich über diesen Erfolg ihrer nun achtmonatigen MUNTERwegs-Beziehung. Heute Abend wollen sie ihren gemeinsamen Weg feiern. Es ist der Abschlussabend des ersten Mentoring-Durchgangs vom MUNTERwegs-Programm für YOUgendliche. Die vielen geladenen Gäste lassen es vermuten: ihren Erfolg teilen die beiden mit vier weiteren Paaren, den Familien der jungen Mentees und deren Lehrpersonen. Auch die Gönner und Gönnerinnen des Programms dürfen an einem solchen Abend nicht fehlen und ehren mit ihrem Besuch den grossen Einsatz, den die MUNTERwegs Mentoren in den letzten acht Monaten geleistet haben. „Die Jugendlichen und das Projektteam MUNTERwegs möchten euch und den teilnehmenden Mentoren Danke sagen“, so hiess es in der Einladung zu diesem Abschlussfest. Der heutige Abend ist ein kleines Highlight: Zusammen mit Starkoch Stefan Meier des Rathauskellers  kreieren die MUNTERwegs-Jugendlichen für die Gäste einen gesunden Partyapéro. Alle kommen an diesem Abend in den Genuss dieses gesunden Verwöhnprogramms und in regen Kontakt mit den jungen Projektteilnehmern und ihren engagierten Mentoren. Das bietet auch eine tolle Gelegenheit für die jungen Mentees, ihre Kenntnisse aus dem Knigge Workshop aktiv anzuwenden. Und wirklich! Als Projektleiterin freut es mich sehr zu erleben, wie diese Jugendlichen in den vergangenen Mentoringmonaten an Haltung gewonnen haben.  „Diese Begleitungen sind wirklich wertvoll!“, höre ich einen Gast zu einem der Mentoren sagen. „Die jungen Leute haben über Sie eine neue Chance gefunden!“. „Ja, mein Mentee gewann mehr Orientierung im Berufswahlprozess und konnte auch seine Stärken und Interessen erfahren“, erklärt der Mitfünfziger mit bescheidenem Stolz. Gründe zum Feiern dürfen wir haben, denn es ist schön, dass wir beispielsweise dank eines anderen Mentors für einen der Jugendlichen mit schwierigen Startvoraussetzungen eine Lehrstelle finden konnten. Ein besonderes Geschenk ist bei diesem MUNTERwegs Paar, dass der beteiligte Mentor seine Begleitung auch während der Lehrzeit weiterführen wird. Und was wird aus Fredy und Pedram nach diesem Abschlussabend werden? Klar: der junge, aufgeweckte Iraner wird seinen Kollege auch nach der offiziellen Projektzeit nicht verlieren. Schon jetzt profitiert der engagierte Senior von Pedrams Stärken und der Freude an dessen Erfolgen. „Irgendwann bekommen wir zusammen auch noch meine Modelleisenbahn wieder zum Laufen!“, ist sich Fredy sicher. Das freundlich, zustimmende Augenzwinkern seines jungen Freundes  ist ihm sicher. Und so wird es auch zukünftig bei den beiden munter weitergehen.

 

Wer Lust und Interesse hat, einen Jugendlichen als Mentor im Berufswahlprozess zu begleiten oder wer als Teenager gerne an diesem Mentoringprogramm teilnehmen möchte, nimmt einfach mit der Projektleitung Miriam Hess Kontakt auf (Mailadresse: info@munterwegs.eu.

 

Nähere Informationen über dieses Mentoringprogramm finden Interessierte auch auf der Projektwebseite unter www.munterwegs.eu (Link „YOUgendliche“).

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